
Lange Nacht 2026
Zur Langen Nacht 2026 öffnet die Pop-up-Galerie Alabaster Becher mit Ausstellung, Kindergalerie, Konzerten, Podiumsgespräch und weiteren Kooperationen.
Programm
| 16.06.26 | 11:00 | Pressegespräch in der Galerie |
| 18.06.26 | 18:00 | Galerieeröffnung |
| 18.06.26 | 18:00 | Eröffnung Kindergalerie |
| 18.06.26 | 18:00 | Konzert „Max Neudeck“ |
| 19.06.26 | 09:00 | Offen |
| 19.06.26 | 20:00 | Konzert Izabela Kałduńska |
| 20.06.26 | 09:00 | Offen |
| 20.06.26 | 17:00 | Podiumsgespräch „Vom Schutzsymbol zur Zielscheibe“ |
| 21.06.26 | 09:00 | Offen |
Konzert: Max Neudeck
18.06.26, 18:00 Uhr
Max Neudeck spielt Piano, angereichert mit elektronischen Sounds. Instrumentalmusik und Neoklassik.
Instagram: @harey1000
Zum Reinhören: SoundCloud
Konzert: Izabela Kałduńska
19.06.26, 20:00 Uhr
Izabela Kałduńska spielt Geige, angereichert mit elektronischen Sounds, und stellt ihr neues Album vor. Filmmusik und Neoklassik.
Instagram: SoundCloud
Homepage: thenewsolarism.com
Podiumsgespräch „Vom Schutzsymbol zur Zielscheibe“
20.06.26, 17:00 Uhr
Zum Thema der interaktiven Installation „Weiche Ziele“.
Zum Gespräch wird ein Mitarbeiter des Roten Kreuzes über seine Erfahrungen im Einsatz in der Ukraine berichten. Eine kurze wissenschaftliche Einordnung der Thematik wird seitens des Militärhistorischen Museums vorangestellt. Barbara Oehlke moderiert die Veranstaltung.
Hintergrund des Podiumsgesprächs
Teil der Ausstellung wird eine interaktive Installation sein. In der Installation „Weiche Ziele“ werden Besucherinnen eingeladen, mit einer Waffe auf ein Kunstwerk des Künstlers Alabaster Becher zu schießen.
Die Arbeit, die das Ziel darstellt, zeigt ein von Becher als Scherenschnitt umgesetztes Rotes-Kreuz-Symbol auf einer zerschlissenen Lazarettzeltplane. Die gesamte Arbeit beschäftigt sich mit der immer wieder beschriebenen Kriegstaktik, Katastrophenhilfskräfte – etwa die des Roten Kreuzes – bewusst und gezielt zu beschießen. Besonders perfide zeigt sich dies im sogenannten „Double Tapping“: einer Taktik, bei der etwa 20 Minuten nach einem ersten Raketen- oder Drohnenangriff ein zweiter Angriff auf dieselbe Stelle erfolgt, um möglichst viele Hilfskräfte zu töten.
Symbole wie das Rote Kreuz prangen deshalb gut sichtbar auf den Uniformen von Einsatzkräften im Feld, weil diese nicht zwischen „befreundeten“ oder „verfeindeten“ Truppen unterscheiden. Jeder Mensch, der medizinische Hilfe benötigt, soll diese erhalten.
Die Installation übersetzt die Übereinkunft, Menschen mit diesen Schutzsymbolen nicht zu beschießen, in die ebenso selbstverständliche Übereinkunft, Kunstwerke in Ausstellungen nicht zu beschädigen. Nur weil solche Übereinkünfte von Menschen eingehalten werden, können sowohl Ausstellungen stattfinden als auch Hilfskräfte in bewaffneten Konflikten arbeiten.
Wie fühlt es sich an, durch einen schmalen Spalt im Tarnnetz auf ein Kunstwerk zu schießen?
Wie auch in anderen Werkserien versucht Becher, mit einer aus den Sozialwissenschaften bekannten professionellen Distanz auf dieses Thema zu blicken. Sein Ansatz besteht darin, komplexe Zusammenhänge in einzelne Aspekte zu zerlegen und diese gemeinsam mit den Besuchenden seiner Ausstellungen zu betrachten.
Für die Person innerhalb der Installation steht das innere Erleben des Umgangs mit einer Waffe mitten in einer Ausstellung im Vordergrund. Für Personen außerhalb der Installation ist es das beobachtbare Verhalten von Menschen in einer vollkommen absurden Situation: nämlich mit einer Waffe in den Händen.
„Natürlich ist die Übertragung eine sehr flache und die Waffe eine leicht erkennbare Attrappe. Die beobachtbaren Verhaltensmuster sind dennoch erschreckend gut übertragbar.“
Alabaster Becher
Kindergalerie
18.06.26 bis 21.06.26
Über die gesamte Ausstellungszeit wird ein Teil der Fensterfront der Pop-up-Galerie Alabaster Becher den kleinen Ausstellungsbesucherinnen vorbehalten sein.
Es werden kunterbunte Stifte zur Verfügung stehen, mit denen die Glasfront mit Bildern bemalt werden kann.
Zu sehen sind die Arbeiten Tag und Nacht von der Hauptstraße aus.
Kinder bitte mit Begleitung. Es ist keine Betreuung der Kinder möglich.
Silberschmuckkollektion mit Barbara Oehlke
Die Goldschmiedin Barbara Oehlke ist nicht nur Schirmherrin der Ausstellung. Aktuell arbeiten wir an einer Kooperation und werden am 18.06. eine gemeinsame Schmuckkollektion zeigen.
Die Formensprache von Alabaster Becher – Polygone – wird in Silber graviert, geschwärzt und geprägt auf Schmuck von Barbara Oehlke.
Homepage Goldschmiede: barockviertel.de
Instagram: @barbaraoehlke
Handgetöpfertes aus dem Tonstudio Astrid Krainer
Am Eröffnungsabend werden, solange der Vorrat reicht, Getränke in handgefertigten Bechern gereicht.
Die zugehörige Künstlerin aus dem Hechtviertel, Astrid Krainer vom Tonstudio Astrid Krainer, wird anwesend sein. Die Exemplare können erworben werden.
Homepage: tonstudioastridkrainer.de
Instagram: @astrid_krainer
Sitzmöbel aus Getränkekisten
Die Galerie wird mit Sitzmöbeln aus dem Hause cratedesign aus Pirna ausgestattet.
Cratedesign® ist modulares Event-Mobiliar: ein Nachhaltigkeitskonzept ungelabelter Getränkekisten zur flexiblen und designstarken Raumgestaltung. Das Mobiliar eignet sich für temporäre Räume, Off-Locations, Event- und Pop-up-Formate.
Homepage: cratedesign.de
Instagram: @cratedesign.de